Elektromobilität

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Im Moment wird die Elektromobilität noch häufig belächelt. Wohl wegen geringer Reichweiten, oft nicht über 100km, in Verbindung mit höheren Kosten in Bezug zum herkömmlichen Benziner. Dazu erscheint die geplante Zahl von 1 Mio Elektroautos im Jahr 2020 deutlich zu hoch gegriffen. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 waren nur reichlich 6000 reine Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs. Es stellt sich also die Frage, wieso das so ist.

Im Moment wird die Elektromobilität noch häufig belächelt. Wohl wegen geringer Reichweiten, oft nicht über 100km, in Verbindung mit höheren Kosten in Bezug zum herkömmlichen Benziner. Dazu erscheint die geplante Zahl von 1 Mio Elektroautos im Jahr 2020 deutlich zu hoch gegriffen. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 waren nur reichlich 6000 reine Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs. Es stellt sich also die Frage, wieso das so ist.

Im Moment finden in Deutschland zahlreiche Forschungsprojekte zum Thema Elektromobilität und dessen Integration in Verkehr und Gesellschaft statt. Die weitere Entwicklung wird aber maßgeblich von 2 Komponenten bestimmt. Zum Einen sind das die noch sehr hohen Batteriepreise, besonders im Li-Ion-Bereich, die aufgrund ihrer hohen Energiedichte für Elektroautos in Frage kommen. Zum Anderen durch die momentan noch sehr geringen Lademöglichkeiten in deutschen Städten.

Die Anzahl der Ladesäulen wird momentan allerdings massiv erhöht. Allein in Berlin sollen durch Forschungsgelder für Schaufensterprojekte über 800 Ladesäulen bis 2015 errichtet werden. Verschiedene Apps oder Webseiten erleichtern die Auffindbarkeit und zeigen die freien Ladestationen in der Nähe. Zudem ist es ohne weiteres möglich, E-Autos auch Zuhause, im Ein- oder Mehrfamilienhaus, an der Steckdose zu laden. 

Auch die Batterieforschung erlebt momentan Hochkonjunktur. Und es besteht die berechtigte Hoffnung, dass durch Massenfertigung und positive Skaleneffekte, aber auch durch neue Technologien eine deutliche Kostenreduktion möglich ist.

Wichtig für das Verständnis für die Elektromobilität ist es der Technologie Zeit zu geben, sich zu entwickeln. Der Trend geht hin, zum klassischen Zweitauto, das für Stadtfahrten und kleinere Erledigungen bestens geeignet ist. Und darin ist es nicht etwa gleichwertig, sondern dem klassischen Benziner sogar bereits überlegen. Denn neben dem flüsterleisen Antrieb, ist es auch deutlich günstiger im laufenden Betrieb. Während normalerweise Benzinkosten von 10-13€ auf 100km entstehen, liegt das E-Auto bei 5-6€ Stromkosten. Außerdem entfallen zahlreiche Reparaturen(kein Auspuff, kein Kat, kein Ölverbrauch, ..) Zudem werden E-Autos zukünftig kleinere Anreize erhalten, wie Steuervergünstigungen oder eigens ausgewiesene Parkplätze in der Nähe von Ladestationen, die eine Benutzung attraktiv machen. 

Seit die neuen Modelle, wie der Renault Zoe oder der Tesla S, auch beginnen sehr attraktiv auszusehen, gibt es kaum noch handfeste Gründe nicht wenigstens mit dem Gedanken an ein E-Auto in der eigenen Garage zu spielen. In Verbindung mit einer Eigenstromproduktion bieten sich dafür also gute Möglichkeiten noch preiswerter und nachhaltiger, also völlig ohne schlechtes Gewissen, mobil zu sein.

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